Ich erkläre die Saison für beendet

Und das möglichst schnell, ehe womöglich weitere Spieltage mit völlig unfeinen Resultaten und eigennützigen Motiven dazwischen kommen. Aus, Aus, Aus, die Saison ist aus. Und ihr da, die ihr eure Saisonziele so grandios verpasst habt. Pech gehabt. Better luck next time und vielen Dank fürs Mitspielen. Hex, Hex!

Will da wirklich jemand enrsthaft protestieren? Kann ich mir nicht vorstellen. Nicht mal die beiden Knüller-Spiele gegen die Kult-Kicker vom Kiez würden uns geklaut. Wären halt nur um ein Spieljahr auf 2010/11 verschoben. Aber damit könnte man gut leben. Der einzige Wermutstropfen: die beiden lustigen Relegationsspiele gegen die alte Dame aus Charlottenburg würden entfallen. Sei’s drum. Wird man verkraften können, so man denn nicht gerade den Posten des eisernen Schatzmeisters inne hat.

P.S. Habe ich schon erwähnt, dass ich mich an dem Anblick der Tabelle gar nicht satt genug sehen kann?

Zeit des Abschiednehmens

Schreiben sie einen Aufsatz. Benutzen sie dabei die Worte: Enttäuschung, Frust, Selbsterkenntnis, Wut, langjähriger Wegbegleiter sowie rein und raus. Auch die Frage, ob das alles so kommen musste, darf verwendet werden. Paaren sie das mit Nacht, Ohnmacht, Zeit, Warten, Grübeln, Rauchen und ungläubigem Staunen. Nicht vergessen werden sollten Öffnen und Schließen sowie Zuneigung und Angst vor Neuem sowie der damit verbundenen Arbeit. Einsamkeit wäre auch nicht schlecht, ist aber keine Vorbedingung. Haben Sie alles? Gut!

Wenn Sie dann bitte noch die Worte Nokia, Handy, uralt, PC, Datenübertragung und Kabel dazu mischen, könnten Sie eventuell eine akkurate Beschreibung für meine jetzige Situation verfasst haben.

Nach drei Stunden vergeblichem Versuch, die Daten aus meinem innig geliebten, aber absolut den Geist aufgeben wollendem Nokia 6310i erst in den PC und dann auf ein gleiches Modell der Serie zu übertragen, habe ich jetzt gerade die Schnauze voll. Ich bin einfach zu doof für diesen Kram. Installieren, Deinstallieren. Mal erkennt die Software das Handy, häufiger – um nicht zu sagen mit einem Ergebnis, dass jeder Wahl in der DDR zu Ehren gereicht hätte – eben nicht. Von Sekunde zu Sekunde steigt der Frust. Nur die Erkenntnis, dass eine schallende Ohrfeige weder dem PC noch meiner zarten Hand gut tun würde (letztere sichere Erkenntnis durchaus im Alltag und da nicht gerade eben billig gewonnen), hinderte mich diesmal an einem cholerischen Wutanfall. Bin nur noch traurig über so viel Unvermögen.

Und wenn ich jetzt schon alle Nummern mit Subdatensätzen etc pp manuell in das Ersatz-Mobilfunkgerät übertragen muss, dann ist wohl doch der Zeitpunkt für das iPhone gekommen. Dann könnte ich endlich auch von unterwegs twittern und hätte die guten Tweets nicht immer wieder am nächsten Morgen vergessen.

Schönen Gruß von Benjamin Blümchen

So werden sie uns also erfreuen, unsere afrikanischen Mitmenschen südlichster Ansiedelung. Einen Vorgeschmack hatten wir ja schon beim Confed-Cup diesen Sommer. Nun war der Confed-Cup-Vierte zu Gast in Leverkusen. Und Benjamin Blümchen mittenmang. Na, ja. Aber all die Hupen und Hörner bei TV-Übertragungen von EC I bis EC III aus dem RGW-Bereich waren ja auch gewöhnungsbedüftig für westlich sozialisierte Ohren. Törö …

Jetzt kommt zusammen, was zusammen gehört

Ein Rentnerehepaar, ordentlich gekleidet, auf Stadtbesuch. Mit staunenden Augen betrachten sie durch die rollende S-Bahn-Fenster diese Stadt, die ja nicht zwingend durch Sauberkeit bestimmt ist.   „Kuck mal, der  nimmt echt die Zeitung aus dem Mülleimer wieder raus“, flüstert sie ihm angewiedert zu. „Der scheint Springer irgendwie nicht zu mögen“, kontert er trocken, als der Müllwühler die BZ angeekelt wieder zurück schmeißt.

Szenen meines Lebens IV

Wer immer mir in meiner Addolszenz geweissagt hätte, ich würde dereinst beim Boulevard meine Brötchen buttern lassen, der hätte ein schallend Gelächter geerntet. „Du wallraffst wohl gar nichts mehr“, hätte ich ihm in jugendlicher Überheblichkeit fröhlich entgegen geschmettert. Lediglich die örtliche Landeszeitung, die „TV Hören & Sehen“ und den unverzichtbaren Kicker wussten wir in unserem Hause zu halten. Getreuer Begleiter war auch ein aus Hamburg stammendes montägliches Wochenmagazin, das mittlerweile mehr Geld mit Hitler verdient als die NPD.

Nicht, dass ich groß mit den vier Buchstaben und ihresgleichen wirklich zu tun gehabt hätte. Aber das war mir egal. Meine Meinung hatte ich mir gebildet. Und durch so etwas wie Fakten war sie nicht im geringsten zu erschüttern.

Ach ja, der Jugend leichter Sinn. Schnell und eilends fertig mit dem Wort. Weder wusste ich damals was ich werden will. Noch fand ich eine Karriere in der schreibenden Zunft erstrebenswert. Ein Abi-Kollege werkelte zwar in Lüneburg als Volontär in einem Anzeigenblatt und am Sonntag im Sportteil der Landeszeitung vor sich hin. Wir teilten auch die Neigung zum gleichen Fußballklub und für sechs Monate mal eine Wohnung miteinander. Aber als Lehrerkind erschien mir ein Studium und da Interessensbedingt das der Geschichtswissenschaften am natürlichsten.

Meine ersten Gehversuche waren zudem recht heimlicher Natur. Mein mich finanzierend Vater hätte mir so einiges gelesen,  beispielsweise die Leviten, so er denn gewusst hätte, dass ich für ein absolviertes Praktikum während der Vorlesungszeit quasi ein Semester verschenkte.

Auch die illustren Metropolen wie Hameln. Göttingen und Eisenhüttenstadt, in denen ich schreiberisch tätig wurde,  deuteten nicht zwingend auf eine Beschäftigung bei einer Kaufzeitung hin. Wobei ich an letzter Station immerhin schon den Wunsch, dereinst als Sportreporter hauptberuflich tätig  werden zu können, ein großes Stückchen näher gerückt war.

Dann kam der Sommer of Nintynine. Des ewigen Fahrens aus Berlins Speckgürtel nach Franfurt/Oder leid, die Bunkine justamente am Entstehen, stand ich unvermittelt vor der Wahl: Ab nach Hamburg, wo eine stets am Mittwoch erscheinende  Sportzeitschrift meines Kommens harrte? Oder das Angebot vom Alexanderplatz annehmen?

Ich entschied mich für Letzteres. Auch weil der Bunkine werdende Mutter gar zu sehr ihren heimatlichen Gefilden verhaftet schien. An die Alster hätte sie mich kaum begleitet.

Bereut habe ich es eigentlich nie. Immerhin machte so die Bekanntschaft des 1.FC Wundervoll. Manch erbauliches Wortspielchen, zahlreiche Reisen und Bekanntschaften erweiterten meinen Horizont ganz ungemein. Und verhungern musste ich also auch nicht gerade.

Die ursprüngliche Abneigung ist längst kuriert. Mittlerweile bin ich jetzt seit einer Dekade boulevardesk tätig.  Mit Freude am Schreiben. Mit Witzen, die man niemals gedruckt sehen möchte. Manch Wortspiel aus der Hölle erfreute schon die geneigte Leserschaft. Und so soll es auch bleiben. Man tut halt, was man kann.

Schweigen im (Blätter)Walde

„… Preetz dementiert die Einigung mit Pawljutschenko nicht, sagt zu BILD: „Nach dem Ende der Transferperiode möchte ich mich dazu jetzt aber auch nicht mehr äußern…“

Ui, der ist echt nicht schlecht. Vor dem Ende der Transferperiode will man sich für gewöhnlich nicht an Spekulationen beteiligen und bleibt daher stumm. Hinterher machen wir jetzt auch auf nordkoreanische Informationspolitik. Fehlt nur noch, dass man sich lauthals darüber beklagt, dass dann etwas unsinniges geschrieben steht.

Spekulatius, Spekulatius

Der Umgang mit Gerüchten und Spekulationen. Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wie diejenigen, die sie entweder verursacht haben oder sie ausräumen könnten, dazu beitragen, dass sie sich zu ihrem eigenen Unwillen halten oder gar über das Stille-Post-Prinzip ausweiten.

Hertha-Manager Dieter Hoeneß flüchtet sich oft und gerne in die Phrase „Ich beteilige mich nicht an Spekulationen“, wenn er um klare Auskünfte beispielsweise bei Transfers gebeten wird. Dass er damit die Fragestellung verfehlt, ist zwar berufsbedingt erklärbar, macht die Sache aber nicht besser. Ein „kein Kommentar“ oder ein klares Dementi wären imho da viel besser.

Noch schöner aber wird es, wenn ein Berufssportler sich am Ende darüber mokiert, dass an allen Ecken und Enden geredet wird, aber nie das direkte Gespräch gesucht wird. Was so einfach nicht stimmt. Denn all den Gesprächsversuchen hat er sich vorher konsequent entzogen. Ja sogar seine Mailbox mit einem falschen Namen versehen, um lästigen Fragestellern die Kontaktaufnahme zu erschweren. (Und ja ich weiß, dass das auch eine Art von Humor ist. Aber nicht jeder ist ein wandelndes Filmlexikon.)

Und wenn er dann auch noch interpretierbare Äußerungen („Ich bleibe gerne, wenn niemand was dagegen hat“) von sich gibt (und selbst die – Diva, die er nun mal ist – nur vor laufenden TV-Kameras), im Grunde also das Feuer schürt, über dass er sich beklagt, darf er sich einfach nicht wundern, dass er in den Medien weiterhin die Schlagzeilen bestimmt. Nicht immer ist da, wo Rauch ist, auch wirklich Feuer. In den meisten Fällen aber schon. Es ist halt alles eine Frage von Ursache und Wirkung. Und von einem ehrlichen Umgang miteinander.

Szenen meines Lebens III

Den Täter zieht es immer wieder zurück an den Tatort. Heißt es. Da ich bislang einer Ersttäterschaft nicht verdächtig bin (geschweige dass ich eine Tat begangen habe), kann ich das nicht hinreichend verifizieren. Auch die auf diesem Sektor erfahrenen Damen (Liza Marklund) und Herren (Henning Mankell) von internationalem Ruf haben das nicht immer bestätigt.

Und doch scheint es zu stimmen. Immer und immer wieder zieht es mich hin zu einer kleinen, aber wohlfeilen Lokalität in Friedrichshain. Geradezu magisch angezogen werde ich. Ob das an der Stille des kleinen Örtchens liegt? An dem warmen Licht, dass sich durch die Blätter schlägt? Ist der röhrende Hirsch schuld? Das friedlich nach Eicheln suchende Wildschein? Diese papierene Waldlandschaft schlägt mich immer wieder in den Bann.

Oder liegt es schlicht daran, dass ich in der „Wilden 13“ beim twitternden Barkeeper meines Vertrauens neben körperlicher Labung auch noch Bildungsgut finde? Seine Spreegeflüsternheit musste mich nämlich neulich ob eines Tweets korrigieren. Der beschaulichen Waldlandschaft nach erfolgreich verrichtetem Geschäft den Rücken kehrend und sich wieder gen Tresen mühend, kam mir nämlich folgender Tweet in den Sinn:

Dies scheint offensichtlich doch nicht so der Regelfall zu sein. Oben schon erwähnter Barkeeper frug – aus einer Laune heraus – die aus den Tiefen des hinteren Raumes wieder auftauchenden Holden unvermittelt, ob denn die Papierhandtücher auf ihrem Reservoir der Erleichterungen schon alle seien. Er, als Vertreter des männlichen Geschlechts könne das ja gaaaanz schlecht wissen, da er dieses weibliche Etablissement nicht so häufig betrete. Vor allem dann nicht, wenn Gästinnen anwesend und der Ort in seiner naturgemäßen Bestimmung nach in Benutzung sei. Ergebnis: Nicht selten schamhaftes Erröten. Was tief blicken lässt …

P.S. Auf dem Damenklo soll es Gerüchten zufolge übrigens eine andere Tapete geben als die Waldlandschaft mit Hirsch, Schwein & Co. Ich kann das aber nicht verifizieren.

 

Zwei Herzen schlagen ach in meiner Brust

Es gibt so Dinge, die passen für gemeinhin nicht zusammen. Feuer und Wasser,  Tag und Nacht, Frauen und Männer. Im Fußball ist es auch nicht anders. Der FC Bayern zum Beispiel und der 1.FC Wundervoll aka 1.FC Union Berlin. Hier der Deutsche Rekordmeister, dort der Unterhund aus dem Südosten unseres bezaubernden Berlins.Hier der millionenschwere Vorzeigeklub aus dem Süder unseres Landes mit gefühlt einer Million Mitgliedern, dort der ewig klamme, finanziell stets auf der Rasierklinge tanzende Arbeiterklub, der noch nicht mal 6000 Mitglieder zählen darf (auch wenn er hart daran arbeitet). Hier Kommerz pur mit einem,  geben wir den Kind mal einem netten Namen, traditionell eher zurückhaltenden Publikum, dort ein Anhang, der den Kick pur will, Events ablehnt und sich ewig übt im dem Spagath zwischen notwendiger Marketenderei und Professionalisierung.

Das ich dieses Erfolgsunternehmen Namens FC Bayern und das ewige Stehaufmännchen 1. FC Union mal gemeinsam auf einem Fanschal verewigt sehen würde, hätte ich mir so nicht träumen lassen. Meine beiden Lieblinge in trauter Zweisamkeit. Der Stern des Südens und die Eisernen. Nicht nur beim gemeinsamen Kick gestern Abend, sondern halt auch auf dem wärmend Tuch für schnupfenanfällige Hälse an kalten Tagen. Ich mag den Schal. Auch wenn seine Farbe einen Touch zu viel Weinrot enthält. Genau das richtige für Stadionbesuche in der AllianzArena. Falls ich es endlich mal wieder dahin schaffe.

Der lachende Dritte

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Sagt der Volksmund. Nun ist wohl hinlänglich bekannt, dass in der Heldenstadt an der Weißen Neiße die Anhänger zweier Vereine sich seit Jahrzehnten herzlichst in inniger Ablehnung verbunden sind. Der VfB alias Lok gegen die Sachsen, vormals Chemie. Blau-Gelb vs. Grün-Weiß. Verfeindete Brüder eben. Und sei es nur im Geiste. Manch geknicktes Nasenbein, so es denn des Sprechens kundig, wüsste davon zu berichten. Eine Rivalität, die den Sport in der Geburtsstätte des Deutschen Fußballbundes lähmt, die Stadt spaltet. Das war schon immer so. Und wird auch wohl immer so bleiben.

Versuche, die beiden Streithansel zu einem konstruktiven Miteinander zu bewegen, blieben erfolglos. Selbst Bayern-Manager Uli Hoeneß unterschätzte den an Autismus grenzenden Starrsinn der Rivalen. So konnte er mit seinen Bajuwaren benefizspielenderweis anno dunnemals nicht gegen eine Stadtauswahl der Provinzkicker antreten, sondern musste  – so viel Ordnung  muss auch für einen Rekordmister sein – je eine Halbzeit gegen die Elf aus Propbstheida  und aus Leutzsch absolvieren.

Einen tut die ewigen Rivalen eigentlich nur ihr chronischer Misserfolg. Der Begriff Profifußball hat es in Leipzig locker auf die Liste der aussterbenden Worte gebracht. Er herrscht sich selbst beweihräuchernde Fünftklassigkeit. Mit anderen Worten Tristesse. Außerhalb ihres begrenzten regionalen Raumes nimmt die „Gebrüder aus Leipsch“ keiner mehr richtig war. Lok und der FC Sachsen sind wie der berühmte Hamster im Laufrad. Sie ackern viel, kommen aber nicht von der Stelle.

Doch diesen Sommer ist im Leipziger Schneckenrennen alles anders. Ein eigentlich unbedeutender und zuvor wenig besuchter  Spielgefährte, der nicht mal in den Gemarkungen der Stadt zu Hause ist, schickt sich an, mit wenigen Zügen viel Boden gut zu machen und den Eindringlingen, äh Platzhirschen erbittert Widerstand zu leisten. Ja, mehr als das. Das bunte Potpourri der Leipziger Unzulänglichkeiten könnte auf einmal ein jähes Ende finden. Noch wird die Rolle des lachenden Dritten zwar nicht wirklich ausgefüllt, blieb eher einem das Lachen im Halse stecken. Geburtswehen nennt sich das wohl. Ansonsten ist man aber schon voll bei der Sache. Mit gar weit reichenden, hochfliegenden Plänen. Aufstieg alle zwei Jahre. Bis hin zur Bundesliga. So steht es in den Businessplänen der umtriebigen Brauseverkäufer. Auch der Umzug in Dr. Kölmels gar nicht mal so kleine Privatsspielstätte ist schon beschlossene Sache. Der Kleine twittert auch schon munter durch die Lande. Dank der Österreicher, die zuvor von den Traditionalisten in Leutzsch vom Hof gejagt wurden und nun quasi durch die Hintertür zurück nach Leipzig gekommen sind, will man den Etablierten künftig die Butter vom Brot nehmen und sie endgültig von den ersehnten Fleischtöpfen des sächsichen Kicker-Himmels vertreiben.

Was natürlich den beiden arg verfeindeten Brüdern so gar nicht schmeckt. Pfui,  wie unfein, rufen sie und sind sich ausnahmsweise einmal einig über den „unehelich“ aufgetauchten kleinen Spross mit den großen Ambitionen. Rasen Ballsport RedBull Leipzig, ne, das gehe ja nun mal gar nicht. Das sei Kommerz pur, schnöder Verrat am Fußball. Der Tanz um das goldene Kalb, zetern nun die beiden Lordsiegelbewahrer der reinen Kicker-Kunst in lustvoller Einigkeit um die Wette. Was die dem Gedanken der Planwirtschaft verhafteten roten Bullen herzlich wenig schert. Mittlerweile schlägt den aufgrund ihrer Finanzkraft als Bayern der Oberliga geschmähten so viel inniger Hass entgegen, den bislang der FC Sachsen und Lok eigentlich nur für sich gegenseitig übrig hatten.Die Spiele der Noch-Markranstädter gegen die Tradionsklubs gelten als die Saisonhöhepunkte in der NOFV-Oberliga Staffel Süd.

Noch lässt die sportliche Auseiandersetzung mit dem Feind im eigenen Vorgarten auf sich warten. Unterdess steht nun das Derby an. Das Echte! Am Sonntag. Im Zentralstadion. Mit vielen, echten Fans, Polizei en masse als schmückendem Beiwerk und großem regionalmedialem Tamtam. Wie es sich eben gehört. Und darauf gehört es sich eingestimmt. Und siehe da, weil die Angst vor dem unliebsamen Dritten, und der eigenen, künftigen Bedeutungslosgkeit so groß ist, kommt es zu ungeahnten, von der lokalen Presse lustvoll hochgejazzten Allianzen. Krieg schafft seltsame Bettgenossen. MAZ ab: