Nun schreitet sie auch endlich Seit an Seit, eingereiht in die gleichgeschaltete schwarz-rot-geile Einheitsfront der Jogi-Löw-Seine-Mannen-Bejubler. Wen ich meine? Na die taz natürlich, die bislang so gar nicht des Hurra-Patriotismusses verdächtig war. Ihr Titelbild vom Samstag ist Boulevard-Preis-verdächtig. Kuckst du hier
Schlagwort-Archive: fussball
Wade hade du denn da?
Auch das noch möcht‘ manch einer stöhnen. Die Wade der Nation , die schon den WM-Auftakt 2006 verpasste, hat wieder zu geschlagen.
Was steckt dahinter, fragt sich der gemeine Fan? Angst davor, im Finale mal wieder zu versagen? Ernsthaftes Verwirrspiel des Gegners, bei dem ja der Villa auch lauthals einen Endspielverzicht in den Raum stellte (und imho doch aufder Bak hocken wird). Wird hier gleiches mit gleichem vergolten?
Kann einem eigentlich egal sein. Denn so wie, wie der Capitano gegen die Türken gekickt hat, ist es kein großer Verlust, wenn er gegen die Iberer nur zukuckt.
schwarz-rot-was?
Jetzt haben wir eine Farbendiskusion respektive Flaggendiskussion. Und aus gegebenem Anlass hier meine Frage: Welche Farbe hat eigentlich geil?
Mit den Zweiten kickt man besser
Unglaublich diese EM. Da purzeln sie reihenweise, diese so souveränen Gruppenersten. Die Portugiesen, Kroaten, Holländer. Zweifelt noch jemand daran, dass heute Abend die Spanier sich in die Phalanx der Hochgelobtfrühgescheiterten munter einreihen wird? Ich nicht. Erinnert stark an das alte ZDF-Motto: Mit den (Gruppen-)Zweiten kickt man besser.
Zur Einstimmung auf Mittwoch: ein Lied
Fragen über Fragen
Kann eine Mannschaft wie die Türkei, die im gesamten Turnierverlauf von etwas mehr als 390 absolvierten Minuten gerade einmal drei Minuten eine Führung behauptet hat, wirklich Europameister werden?
Nun wird’s portugeil
Jetzt unken sie wieder alle, die lieben Kollegen. Gegen Portugal sei endgültig Schluss mit der biederen Ballquälerei. Wer sich so in Viertelfianel quält, der habe bei den Großen nun gar nbichts zu suchen.
Aber: War das 1:0 gegen Ösis nicht ein Spiel wie Mineralwasser? Klar doch, der Kick war nicht so lecker wie Champagner, bei weitem nicht so prickelnd. Aber es löschte nun mal besser den Durst, stillt also unser Grundbedürfnis.
Ja doch, er war ein Sieg der Routine. Gerade mal eben so, also ob man um die Ecke Zigaretten holen geht.
Unsere vielgescholtene Abwehr – mal abgesehen von dem Kollegen der sich als Metzelder verkleidet hatte – geriet zwar oft unter Druck abr nie wirklich in Panik.
Hat jemand Klose genauer auf die Füße geschaut? der präsemntierte sich in deutlich besserer Verfassung, gewann Zweikämpfe, obsiegte in Kopfballduellen, behauptete Bälle. Dem fehlte jetzt nur noch ein Tor, dann ist er wieder obenauf.
Und irgendwie wirkten all diese die österreichischen Bemühungen auf mich mehr wie ein alternder Bernhadiner. Er sieht zwar noch gefährlich aus, aber jeder weiß, der beißt nicht mehr.
Und nun? Soll man es nochmal vorbeten, das omnipräsente germanische Mantra? „Wir sind eine Turnier-Mannschaft, wir sind eine Turnier-Mannschaft, wir sind eine Turnier-Mannschaft“
Noch ne Erklärung
Im Grunde liegt das ganze wohl doch an meinem Boss. Der zitterte in Vorfreude ja schon dem Spiel Deutschland Portugal entgegen. Jetzt muss er gar nicht mehr bis zum endlos weit entfernt scheinenden 25. Juni warten sondern kann sich daran schon am 19. Juni delektieren.
Löw wie weiland Herberger
Genial. Und so etwas von offensichtlich. Warum erkennt das bloß keiner? Um das Wunder von Wien zu erreichen hat Jogi Löw den Masterplan von Sepp Herberger durchaus studiert, mit heißem Bemühn‘ und verinnerlicht!
Der hieß seinen alten Fritz ja auch an, sich absichtlich im zweiten Spiel der Vorrunde von Ungarn mit 8:3 verdreschen zu lassen, um die Magyaren in Sicherheit zu wiegen. Das Ergebnis ist bekannt. Vor Lachen hielten sich die Ungarn bis ins Finale die Bäuche ehe Boss Helmut Rahn ihnen dann aus dem Hintergrund doch ein klein wenig Bauchschmerzen bereitete.
Und nun? Zweites Spiel der Vorrunde. Wieder gegen Balkankicker. Um Gottes Willen verlieren! Was uns nebenbei von der Favoritenbürde entlasten wird. Und wer erinnert sich nicht an das Sommermärchen 2006. Das konnten wir doch auch nur aus der Außenseiterrolle heraus so begeistert angehen.
Zu loben ist vor allem Jansens Marcell, der die taktischen Anweisungen des Bundes-Jogi am konsequentesten umsetzte. Auch Bastian Schweinsteiger hatte den Tipp, sich für das zweite Match gegen die Kroaten zu schonen sehr gut verinnerlicht. Nach der Rote Karte kann er sich jetzt in aller Ruhe auf das kommende Halbfinale vorbereiten und muss sich gar nicht erst von dieser genialen Nervensäge schon im Viertelfinale genial nerven lassen.
Das einzige, was dann wirklich Sorge bereitet war Uns-Lukas. Der Junge ist doch wirklich zum Scheißen zu blöde, so wenig Ahnung von Taktik. Sach mal Lukas, was machst du eigentlich beruflich? Fußballspielen ja wohl kaum. Dazu gehört mehr als Laufen und Rennen und Bälle kicken. Beinahe hätte der den beruhigenden Vorsprung der Jungs um Niko Kovac zunichte gemacht und damit den kompletten Masterplan von Löw frühzeitig umgeschmissen
Und ach ja, einer ist dann doch noch zu tadeln. Kollege Ballack. Der war laut der Insel-Bild The Sun immer noch der beste Deutsche auf dem Platz. Aber vielleicht hattte der einfach gar keinen Bock seinem neuen Boss Luiz Scolari zu früh zu begegnen. Ab Juli hat er ja noch genug Zeit dazu bei Chelsea, muss ja nicht schon jetzt sein.
Ist zum Glück ja trotz Ballack und Prinz Poldi noch mal alles gut gegangen. Jetzt sollten die Kroaten schon mal vor dem Halbfinale zittern.
Die sind so gemein zu mir
Ich hassen sie. Sie, das sind diese ekelhaft gut aussehenden, mit der Aura des Latino-Lovers behafteten Balltreter von der iberischen Halbinsel. Nicht, dass ich ihnen ihre Erfolge nicht gönnen würde. Spielen ja auch feines Bällchen, Aber müssen die zweimal, erst die Spanier, dann die Portugiesen erst in der Nachspielzeit, also Sekunden vor meiner Glückseligkeit, all meine Tipps kaputt machen?
Ich meine, da liege ich in unserem redaktionsinternen Tippspiel schön locker auf Platz eins. Spanien führt 3:1 und ich hätte einen weiteren Kopftreffer. Dann ein Tor und alles ist perdu!
Schlimmer noch. Nächster Tag, neues Spiel, altes Pech. Denn auch die Herren um Cristiano Ronaldo & Co. müssen diebisches Vernügen daran gehabt haben, mich erst in Sicherheit zu wiegen, um dann so spät wie möglich meine souveränen Tipps quasi total zu zerstören. Wer ist eigentlich Quaresma? Kann man das essen? Jetzt bin ich aus den Geldrängen gefallen. Und überhaupt …
Was ich aber noch mehr hasse, ist das meine Beschwerdestelle, weiblicher Natur und obendrein von Haus aus den Portugiesen zugetan, meine sanften Klagen kaltblütig in ihrem Blogg verarbeitet
Mittendrin statt nur dabei
Donnerstag Alte Försterei, Freitag das Grips mit der altbewährten, schon 1349 mal aufgeführten Linie 1 (sehr empfehlesnwert nicht nur für Hauptstadt-Touristen), heute Kettcar in der Columbiahall. Nennt man dan wohl Kulturwoche B)