No Comment

„Ich erwarte eigentlich, dass du das kommentierst“, sagte der Inhaber dieser Seite und meinte genauer gesagt diese Geschichte hier.

Die Aufforderung erstaunte mich dann dann am späten Sonnabendabend doch ein wenig. Da habe ich – eigedenk eines seinerzeits abgegebenen Versprechens – bewusst darauf verzichtet, diese seit mindestens Janaur 2008 mir bewusste Verbindung nicht zu publizieren (sogar mit Engelszungen am Freitagabend auf meinen Spätdienst eigeredet die Angelegenheit zu ignorieren) und nun soll ich das auch noch irgendwie anderenortens kommentieren? Hm, passt irgendwie nicht.

Vielleicht sollte ich ohnehin auf Comments jeglicher Art verzichten. Ernte damit in letzter Zeit ohnehin nur heftigsten Widerstand oder gar Hohn und Spott.

Sparen beim Nachbarn

Testspielalarm beim kleinen Köpenicker Nachbarn. Zunächst herrschte Vorfreude auf das dortige Kasino, dass mit gutbürgerlicher Küche zu gefallen weiß. Wenn man dann noch ein nettes 3:0 sieht, darunter ein Tor des Blitztransfers Kenan Sahin, bewundern kann, scheint alles zunächst im Lot. Mal abgesehen von den schattigen Temperaturen. Das hätte man sich vielleicht doch sparen können. Und drei Treffer gegen einen Sechstligisten sind auch nicht so die Welt, wenn man mal genauer darüber nachdenkt. Schneeboden hin oder her.

Zum Thema Sparen hatte der Gastgeber auch was beizutragen. Die Eintrittskarten nämlich. Da man ja in schönster Regelmäßigkeit gegeneinander testspielert (und Union dabei in ebenso schöner Regelmäßigkeit nicht wirklich gut aussieht) kann man ja Altes wieder aufleben lassen. Flugs wurden also folgende Billets an den Fanmann/frau gebracht:

Sieht schon bombastisch aus. Bei Sammlern sicherlich begehrt. Nur nicht ganz up to date. Eher so Vorwärts in die Vergangenheit, nämlich vom 26. Juli 2006! Hoffe nur, dass der KSC seine Steuererklärung für das Jahr jetzt nicht wiederholen muss …

Ich bin fremdgegangen

Manche Sachen müssen einfach raus. Damit man sie los wird.  Und ja, es ist wahr, auch wenn es nicht dass ist, was jetzt manch einer vermutet oder erhofft hat: Ich bin fremdgegangen. Und zwar dort:

Genau. Nüscht mit Union.  Auch nicht mit Sex. Oder was hattet ihr jetzt erwartet? Ich war bei den Eisbären in der 02-World. Nicht das erstemal in dieser Spielzeit. Genauer gesagt, war ich schon dreimal dort. Einmal sogar mit meiner Tochter. Die musste zu ihrem Leidwesen bei ihrem ersten Eishockeybesuch gleich eine deftige 2:5-Niederlage gegen Hannover mit ansehen. Was ihr so gar nicht schmeckte. Und sie auch lauthals kundtat: „Ich geh‘ nie wieder zum Eishockey.“

Ich dagegen kam, nachdem ich zuvor in der Saison schon ein 6:4 gegen die DEG miterleben konnte, am Freitag Abend in den Genuss einer starken Vorstellung. Mit 10:1 wurde der Tabellenzwölfte aus Straubing weggefegt. Klar, dass die Stimmung gut war.

Und dass ich fremd gegangen bin, also auf Pfaden fernab der Alten Försterei lustwandelte, wurde mir auch gleich noch von höchster Stelle, quasi amtlich bestätigt. Ex-Eisbärensprecher Moritz Hillebrandt, derweil in der Anschutz-Gruppe die Karriere-Leiter ein Stück weit nach oben gefallen, quittierte mein Erscheinen mit der Bemerkung: „Heut spielt doch gar nicht Union!“

Stimmte. Aber das machte nichts. Immerhin wurde Meinereiner auch anderenortens erkannt Und ich befand mich in bester Gesellschaft. Denn der eiserne Sportdirektor Christian Beeck wohnte auch dem Kufenzauber bei. Und auch der tobman, manch einem durch seine Union-Homepage  www.unveu.de bekannt, war dort, um mal  wieder ein paar rasante Aufnahmen zu schießen. Hat insgesamt Spaß gemacht. Liegt vor der Haustür. Und schreit nach Wiederholung. Vielleicht sogar wieder mit dem Töchterchen. Auch wenn ich die gerne erst Mal wieder mit in die AF schleppen möchte. So sie denn 2009 noch bezugsfertig wird.

Was mich zum nächsten Thema führt. Denn ein Mensch verspruch mir heute eben dieses. Dirk Zingler heißt der gute Mann. Der ist nun mal oberster Bauherr derer zu Köpenick. Weil Präsident der eisernen Gemeinde Und er spruch diese wohlfeilen Worte zu mir am heutigen Nachmittag, als ich  – nennt es Widergutmachung für mein unbotmäßig Fremdgehen – bei zunehmend  kälter gefühlten Minuten an einem Ort verweilte, der solch seltsam anmutende Gestalten beherbergte:

Um es kurz zu machen: Ich war testspielenderweis in Reinickendorf im Fuchsbau.  Und musste mir von Trainer Uwe Neuhaus anhören, was ich denn dort machen tun würde wollen. Ich sei doch im Urlaub. Meine Bemerkung, dass ich endlich mal wieder guten Fußball zu betrachten gedachte, konterte er mit einem lapidaren Schulterzucken und einer schneewärtsgerichteten Geste, die meinem Ansinnen, lustvoller Augenzeuge eines munteren Ballspielchens zu werden, zu trotzen drohte.

Ganz so schlimm wie gemutmaßt, kam es dann doch nicht. Denn der Glühwein war lecker. Und preiswert dazu. Die Hamburger dort von erstaunlicher Qualität. Auf jeden ihre 2,50 Euronen wert. Zudem mundete das Resultat von 5:0 (2:0). Mehr dazu findet ihr bestimmt im Laufe des Abends hier: www.berliner-kurier.de . Und da natürlich im Sportteil. Oder aber bei dieser jungen Dame hier rechts.

Genauer gesagt in ihrem reizenden Blog www.textilvergehen.de. Und bessere Bilder, als ich sie liefern kann, gibt es in ihrer näheren Umgebung allemal. Und damit zurück in die Funkhäuser

Das nenn‘ ich Fürsorge

Ich habe doch wirklich einen sehr fürsorglichen Kollegen. Da erscheine ich zwecks Abendblatt-Erstellung mitten in meinem Urlaub unvermittelter Dinge und ebenso tatendurstig nach sieben Tagen mal wieder in der Redaktion und der gute Mann teilt mir freudestrahlend mit nachdenklicher Miene mit, dass hier stehendes ja wohl nicht sein könne.

Wie könne ich denn schreiben, dass Union im Kalenderjahr 2008 Berliner Meister sei, nur weil sie einem Punkteschnitt von 1,88 Zählern pro Partie aufweisen würden und damit im Vergleich zu Hertha (1,67 Durchschnittszähler pro Spiel)das deutlich bessere Fußballteam seien.

Ob ich Tennis Borussia vergessen habe? So besorgt war der gute Kollege über meine Reputation (und damit die des Blattes), dass er diese schmerzhafte Erkenntnis über mein gar schweres Fehlen quasi wie ein Mühlstein satte sieben Tage mit sich herumgetragen hatte und nun endlich, endlich, wo wir uns mehr oder weniger zufällig mal wieder gegenüberstanden, sofort, ach was rede ich, blitzartig loszuwerden gedachte. Wem das Herz voll ist, dem geht der Mund schon mal über. Kann man ja verstehen.

Zwar wusste der gute Kollege nicht wie viel Punkte die Lila-Weißen im Vergleichszeitraum in Liga 5 eingefahren hätten (es waren im Schnitt 2,34 Punkte), aber dass das so nicht gehe, sei ja wohl klar.

Mea culpa. Wirklich ein eklatanter Fauxpas meinerseits. Und wahrscheinlich habe ich in meinem persönlichen Kurzjahresresümee noch weitere Berliner Mannschaften grob fahrlässig bis bösartig vernachlässigt, die bilanztechnisch weitaus erfolgreicher gespielt haben.

Ich bin nur froh, dass diese schwere Sorge nur sieben Tage das Seelenleben meines eigentlich mit einem sonnigen Gemüte ausgestatteten Kollegen verfinstert hat. Nicht auszumalen, was passiert wäre, wenn ich erst in zwei oder sagen wir womöglich drei Wochen wieder in der Redaktion erschienen wäre. Hätte er sich allabendlich schlaflos in seinem Bette gewälzt? Wäre er dann gar schon in tiefe Depressionen verfallen? Ich gelobe Besserung!!

Ablage P

Es geht mir auf die Nerven. Und zwar mächtig gewaltig. Seit Tagen und Wochen scheint es landauf, land ab, an Oder , Spree und Neiße, immer nur um dieselbe Scheiße zu gehen: Prinz Lukas Podolski. Notfalls 2.0, damit die Nerds mitspielen. Und gerne auch in hintereinander auftauchenden Blogeinträgen. Merke: repetita non placent!

Äh sagte ich übrigens Neiße? Was natürlich leicht mal passiert, wenn es wie bei Biermann, Christoph Biermann um genauer zu sein, (lieber wäre mir übrigens der Biermann hier. Vor allem bei Union, aber lassen wir das) um Heimatvertriebene geht. Meinte natürlich Elbe .

Kann denn mit Lukas „Überragend, überrragend“ Podolski nicht endlich mal normal umgegangen werden? Da ging einer anno 2006 zum Branchenprimus (trotz anderer Interessengruppierungen in der Liga), weil er nicht zurück in die Zweite Liga wollte. Er ging dahin, wohl wissend, dass man in München allmonatlich Meister werden muss. Mindestens. Und dort nicht sein Fußball gespielt wid.

Und er kam, spielte 22 mal und schoss nur vier Tore. Vier! Und vehnomänaler Meister aus Zufall wurde das, was uns in Berlin in schönster Regelmäßigkeit am Prenzlauer Berg zu bestaunen ist: schwäbelnde Latte-Trinker. Wundert sich einer, dass ihm Konkurrenz kräftigsten Kalibers vor die Nase gesetzt wurde?

Und statt sich gegen die Durchzubeißen, zu explodieren, wenn er dann mal eine Chance bekam, jammerte er rum. Kokettierte mit der alten Heimat. Also echt ehrlich, welcher Mensch will sich laufend von seinem Partner Geschichten über seine(n) Ex anhören? Zumal er selber doch einiges zum Scheitern der jetzigen Beziehung beigetragen hat.

Aber es gibt ja genug Sozialromantiker, die glauben, Poldi müsse nur von der dunklen Seite der Macht erlöst werden.

Bitte, ihr mögt ja recht haben. Auch wenn ich Mordor woanders wähne. Aber nun lasst es uns endlich hinter uns bringen. Ab mit Poldi. Ab in die Ablage P. Erst Wiedervorholen 2010. Am Kap. Und bis dahin: Schweigen!

Kleiner Nachtrag: Die Rheinische Post hat jetzt nen Poldi-Live-Ticker: http://ticker.rp-online.de/sport/rpo/.

Und nun?

Tja, das ist die Frage. Zumindest die Frage, die ich mir stelle in Bezug auf mein Blog. Wohin? Warum? Wenn ja? Und wie viele?

Angefangen habe ich das ganze ja mal als Befindlichkeitsding. Als therapierendes Raus-schreien von irgendwelchen verletzten Gefühlen. Wobei mir seinerzeit völlig egal war, wer es liest.

Und beim ersten Rumsurfen habe ich viele Blogs ähnlicher Natur kennengelernt. Dazu kamen die Tagebuch-ähnlichen Internet-Mitteilungen. Oder die vielen versuche anderer Schriftstellerisch irgendelches Zeug zu verfassen. Oft auch mit erotischem Einschlag. Hatte nicht selten was von Jungmädchenphantasien. Manche waren auch echt gut.

Aber für’s erste fühlte ich mich geborgen und nicht unwohl. Und hacke meine jeweiligen Befindlichkeitslagen einfach runter.

Ehe ich dann dann etwas später mithilfe von „Spreeblick.de“, „Textilvergehen.de“, „cujau.de“ & Co. erfreut feststellen musste, dass die ganze Sache weit größerer Dimensionen haben kann.

Mittlerweile hat sich der Charakter meines Blogs ein wenig geändert. Mein Blog hat ja inzwischen leicht sportiven Charakter angenommen, ohne aber ein echte Sportblog a la „dugehstniemalsallein.de“ zu sein.

Was im ersten Moment etwas verwundert, da ich ja als Sportreporter der Old Media eventuell auch so das eine oder andere unterzubringen hätte im Netz der Netze, was den Rahmen ds guten alten Speichermediums auf Holzbasis – vulgo Papier – einfach sprengt.

Doch da kommt der Konflikt mit in Spiel. Alles was ich hier schreibe, und mit der Welt des Sportes zu tun hat, mache ich damit nicht meinem Brötchengeber Konkurrenz? Wess Brot ich ess …

Ich weiß derzeit wirklich nicht wohin mit meinem Blog. Und auch nicht mit was auf Dauer füllen. Und ob ich nicht mit dem ständigen Hin- und Her der Welten langweile.

Obwohl, wie heißt der Titel? wanderer zwischen den Welten. Vielleicht sollte ich einfach so weiter machen.

Ich bin dann mal (nicht ganz) da

In L:Berlin bin ich. Ab er ab jetzt nicht im Dienste des Blattes, des Universums und des ganzen Restes. Zumindest bis zum 23. Januar. Nennt sich wohl Resturlaub. Und musste genommen werden. Leider. Mal sehen ob ich zurückkomme und der Herr Mecom, tschuldigung Montgomery, ist noch da. Sind ja schnelle Zeiten in denen wir leben.

Apropos Mecom. Kennt ihr den besten Weg, wie man diesen Aktien Geld verdient? Einfach alle Stückelungen zum Altpapierhändler tragen, das Zimmer damit tapezieren oder Herrn Christo bemühen. Der könnte damit das Verlagshaus umhüllen wie weiland den Reichstag. (Also echt ehrlich, wo ist eigntlich Rommel, wenn man ihn mal braucht?)

Wer nicht genug von mir bekommen kann, lese das Berliner Abendblatt. Da werde ich in den kommenden Tagen trotz Urlaubs noch erscheinen. Beispielsweise mit einer satirischen Vorschau auf das Jahr 2009.

Wem das nicht langt bis Ende Januar, kann mich gerne auf diverse Gerstenkaltschalengetränke in eine Lokalität seiner Wahl verpflichten. Bin ernst gemeinten Bestechungsversuchen stets aufgeschlossen.

Eventuell zahle ich mit Anekdötchen zurück.

Tschau mit au!

Sammelbegriffe

Frau S. beklagt anderenortens, dass ihr Vorname nicht von einmaliger Schönheit ist, sondern dass er eher als Sammelbegriff anzusehen sei.

Ein Schicksal, dass mir nur zu vertraut deucht. Also wunderte ich mich nicht übermäßig, als eines schönen Morgens, – sagen wir mal so um 11 Uhr, also kurz vor dem Aufstehen – ich mich sanfterdings in Morpheus Armen wälzend jählings und brutal von den Tönen meines Handys aus meinen Träumen gersisen wurde. Frau K., ihres Zeichens mit Fußballprofi B. liiert, fühlte sich bemüßigt mir mit den einleitenden Worten „Hallo Matze“ mitzuteilen, dass ihr werdender Göttergatte krank darniederläge und daher den Termin mit mir nicht einzuhalten gedenke. So weit, so gut. Nur wir hatten gar keinen Termin. Und es dauerte dann für mich auch nur ein Moment des jähen Erwachens und zwei weitere Anrufe, ehe ich den unter den vier Unionreportern und Fotografen gleichen Vornamens den richtigen Matthias gefunden hatte, um ihm die Absage weiter zu vermitteln.

Zumindest war ich jetzt wach …

Ich will keine Schokolde

„Rot wie Blut,
weiß wie Schnee …“

klingt erst mal martialisch. Und hat dann doch eigentlich nur etwas zur Folge, was ich einen guten Merchandsingartikel nennen würde. was in diesen kommerziell zu verachtenden Zeiten nicht mal einfach ist!!! Aber seht selbst:

Simple Schokolade. Für nen Euro. Als Mitbringsel hervorragend geeignet. Vor allem an einem Nikolaustag, so wie heute – sorry gestern -bei diesem unsäglichen 1:1 in Erfurcht. Oder so ähnlich. Warum kann mein Verein so etwas nicht?

Wir sind (wieder) wer …

Jawoll, jawoll, jawoll. Da hängt es im Konzert der ganz Großen. Okay, 1860 ist da nicht die richtige Adresse. Aber das andere schon. Und Barca, Milan, Real & Co. waren nur Zentimter weiter rechts auch dabei, wussten sich aber (Feigheit vor dem Feind?) dem Kamera-Objektiv geschickt zu entziehen. Aber wie man sieht, ist das schnucklige Rote in bester Gesellschaft. Zumindest auf dem Weihnachtsmarkt am Alexa war unser Jersey absolut auf Augehöhe mit  der richtigen Fußballwelt. Wat schön …