Das sind so Geschäfte, die du eigentlich gar nicht öffentlich machen willst. Dachte ich zumindest bisher in meiner grenzenlosen Naivität.
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Warum?
Warum? ich mach immer denselben Fehler wieder. Obwohl, ist es ein Fehler? Ist halt immer nur wieder das gleiche Verhaltensmuster. Lass dich auf niemanden ein, dann kann dich niemand verletzen. Versuche ich anfangs auch immer. Irgendwann kommt dann meine Überlegung, das ist Blödsinn. Wenn du dem anderen keine Chance gibst, kann daraus nichts werden. Also Kehrtwendung. Wenn du glaubst, dass die Frau es wert ist. Das ist sie!! Aber irgendwie scheinen sich unsere Gefühlsbewegungen wie Sinus und Cosinus zu verhalten. Sie schneiden sich mal, aber sie sind niemals synchron. Das tut weh.
Moderne Zeiten II
Scherzhaft habe ich mich schon mal als Ehrenvorsitzender des Komitees zur Unterstützung notleidender Wirte vorgestellt. Ein Fünkchen Wahrheit ist auch dran, wenn ich den Verlauf des Sommers so passieren lasse.
An andere Stelle habe ich glaube ich auch schon mal festgestellt, dass man in modernen Zeiten lebt, wenn einem die Kneipe seines Vertrauens E-Mails schickt. Ging dabei meistens um irgendwelche Details zu den Contest-Kochwettbewerben, die im Nachgang an das sonntägliche Tatort-Kucken stattfinden. Lustige Runden waren das. Im Alltagssprachgebrauch fungiert die Kneipe daher schon als „gute Tante Maggie“ bei uns. Manchmal auch als Wohnzimmer.
Gestern nun wurde ich vom Inhaber telefonisch vorab informiert, dass sein Laden am Abend geschlossen habe, weil er mit dem Umbau nicht so weit wie gewünscht vorangekommen war.
Nett. Aber irgendwie stimmt mich das schon fast bedenklich, wenn meine Kneipe mir vorschreibt, wann ich vorbeizukommen habe und wann nicht.
Möge die Macht mit mir sein
Ich hätte ihr „gute Macht“ als Nachtgruß gesendet, teilte mir mein Handy heute Morgen mit. Das ganze war dann noch mit einem Smiley versehen. Klarer Fall von T9-Fehler. Blödes automatisches Texterkennungssystem.
Obwohl, wenn ich genauer darüber nachdenke, eigentlich eine Freud’sche Fehlleistung meines Mobiltelefones. Denn was anderes räumt man einem Dritten ein, wenn man sich näher mit ihm befasst, ihn in sein leben lässt und sich auf ihn einstellt. Macht. Macht über einen. Fallen lassen muss man sich am Ende ohnehin. Denn nur mit bedingungslosem Vertrauen können reine Emotionen einem das Leben versüßen, die Zweisamkeit verschönern. Also ist gute Macht doch richtig. Denn nichts fürchtet mehr in einer Beziehung als Machtmissbrauch.
Ob das gut geht?
Heute morgen festgestellt, dass meine Besucherin des Nächstens beim ziellosen Greifen nach einem Schlafnicki ausgerechnet ein Spanien-Shirt erwischt hat.
Zur Steigerung meines Unbehagens war dann da das ältere Ehepaar, dass in der S-Bahn sich seine Euro-Münzen ankuckte. Und dabei etwas von Espana vor sich hinmurmelte. W
enn das so weiter geht, dann gute Nacht Deutschland heute im Finale …
Erfahrung
Experience is what you get when you didn’t get what you wanted.“
Ein mehr als schöner Satz von Randy Pausch.
Nur in einem Fall trifft er wohl absolut nicht zu: Sex!
Am Brandenburger Tor
SIE steht da, gedankenverloren am Brandenburger Tor. Ganz allein inmitten dreier überdimesionaler Postkartenständer. Verträumt. Konzentriert. Irgendwie schmächtig wirkend unter all diesen Kartenbergen.
ER wartet. Und denkt, sich dass das eigentlich ein schönes Bild wäre.
Doch die Umsetzung scheitert. „Fotografieren ist hier verboten“, ertönt es barsch hinter ihm. Sein freundliches Nachfragen, ob der Gründe für dieses Verbot wird mit einem nachhaltigen „weil es vernoten ist“, hinreichend erklärt. So viel Auskunftsbreitschaft aber auch, …
Muss wohl mit der Georgraphie dieses Ortes zu tun haben. Schon zu Vorwendezeiten durfte im grenznahen Bereich ja nicht gefilmt oder abgelichtet werden. Ein Erbgut also, dass hier nachhältig durchschlägt. War ja nicht alles schlecht im Osten.
Mittendrin statt nur dabei
Donnerstag Alte Försterei, Freitag das Grips mit der altbewährten, schon 1349 mal aufgeführten Linie 1 (sehr empfehlesnwert nicht nur für Hauptstadt-Touristen), heute Kettcar in der Columbiahall. Nennt man dan wohl Kulturwoche B)
Der Frühling ist das Lachen einer Wahnsinnigen
Ups. Was ein Satz. Nicht schlecht Frau Mehrhof. Kann man gar nicht so viel gegen sagen. Wer es wissen will, steht hier: http://www.welt.de/vermischtes/heartcore/article1946481/Ueberall_Zungenkuesse_und_verschlungene_Leiber.html
Nur schade dass die Zahnärztin meines Vertrauens, mir die Frühlingsgfühle abhanden kommen ließ. Zunächst wurden mal wieder sämtliche Fluchtwege galant versperrt, dann wies sie mich auch noch freundlich darauf hin (und hatte leider recht), dass es unklug sei, irgendetwas gegen sie und ihre Kunst vorzubringen, solange ich den Mund geöffnet in ihrem Behandlungsstuhl saß. Zu toppen wusste sie das ganze mit der Entdeckung einer viel zu großen Zyste nebst dazugehörigem Eiterherd und ihrer Ankündigung, dem Ganzen demnächst mit einer entsprechenden Op und der finalen Entfernung meines geliebten Beisserchens zu Leibe rücken zu wollen. Ihr ernst gemeinter Hinweis, sie hätte lieber auf andere Art an mir Geld verdient, tröstete auch nicht so richtig. Bin bedient für heute. (Eine Portion Mitleid bitte)
Und da helfen dann auch keine kurzen Röcke auf sonnigen Wiesen beim Bier oder ähnlichen Getränken dagegen.
Geschafft
Da kehrt man nach 10-tägiger Abwesenheit frohen Mutes zurück an seinen geliebten Arbeitsplatz. Und schon beginnt das große Aufräumen. Ne, nicht mein Schreibtisch. Das E-Mail-Postfach!!! Über 1000 Spammails. Jetzt kenn ich sie alle. Keine Schreibweise von Viagra bleibt mehr vor mir verborgen. Ob mit oder ohne Stern, Buchstabendreher oder absichtliche Lücken. Ich erspähe Viagra, wo immer es vorkommt. Ich habe wieder Spaß am Leben, weiß was Frauen wollen, bekomme vier Doosen umsonst, russische Girls wollen sich nur mit mir daten (alle auf einmal!!), mein Pay-Pal-Konto will auch wieder Transaktionen mit mir durchgehen und ich habe Konten über Konten bei allen erdenklichen Banken.
So aufgeräumt und geschafft. Jetzt bin ich schon wieder urlaubsreif …