Wird es Kroos-artig?

Kneipe, Tresen. Fußballdiskussion. Von Hansa, über Toni Kroos bis hin zur Nationalelf. Und mitten drin die Behauptung, nur mit einem Jungbrunnen, also mit den Herren Özil, Marin, Müller und Kroos im Mittelfeld, das könne Jogi “Get the Cup” Löw nicht schaffen in Afrika. Das sei doch ein viel zu großes Risiko. Stimmt wohl.

Und doch. Je länger ich darüber nachdenke, je länger ich an die formschwachen Poldi, Klose und Gomes denke … Die treffen doch alle derzeit vom Strand aus das Meer nicht.

Warum also eigentlich nicht?

Nachfolgend: Sehenswürdigkeiten

Hier sind sie also nun. Die sogenannten Dostoprimetschatelnosti. Zumindest ein paar davon. Genauer gesagt nur die, ich heute auf meinem Marsch (So weit die Füße tragen) ins HQ des DFB im Kempinski mit Blick auf den Kreml gesehen habe.

Zm Beispiel die hier:

Wenn ich meinen arg kurz studierten Reiseführer richtig verstanden habe (alle Angaben ohne Gewähr) handelt es sich hierbei um das neben dem Historischen Museum gelegene Auferstehungstor, auch iberische Pforte genannt. Kurz, es ist der Eingang zum Roten Platz. Mit dem Kreml, dem Kaufhaus Gum, der Basilius-Kathedrale und und und …

Auch der adrette junge, schwarzhaarige Herr (Typ: netter Schwiegersohn), der da vorne links ganz geduldig eine Presssekonferrenz über sich ergehen lässt, kann getrost als Sehenswürdigkeit gesehen werden. Wenn auch aus Moskauer Sicht weniger als eingeborene denn als endogene. Ab temporär stimmte das schon irgendwie.

Was sonst noch war? Ey, ich war doch nur dank der endlosen Güte meines Brötchengebers zum Arbeiten in Moskau. Nicht zum Privatvergnügen. Ich sollte nämlich nur Jogis Jungs auf die Füße schauen, ob sie für den geplanten Abenteuerurlaub Roadtrip 2010 in Afrikas Süden in Moskau den richtigen Abzweig finden würden. Mehr dazu später. An anderer Stelle.

 

Cardiff, 12.30 Uhr, die Frisur sitzt

Nun also Wales, diese 3 Millionen Einwohner umfassenden Halbinsel im Westen von Großbritanien. Genauer gesagt deren Hauptstadt Cardiff. Immerhin noch 300 000 Mann/Frau/Kind/Kegel schwer. Und dann trat herein ins Hilton in den Ballsaal, der Bundesjogi. 12.30 Uhr. fast pünktlich. Und die Frisur saß.

Munter hub er an zu parlieren, ob der gestellten Zielstellung (derer da war, oh Wunder, der Punkte drei), über “högschde Konzentration. Er sang das hohe Lied der Körperlichkeit (auf dem Platz natürlich, nicht was ihr Ferkel schon wieder denkt) und sinnierte über die zwei, drei Überlegungen, die er im Kopf habe bezüglich der Aufstellung . Aber partout natürlich nicht da rauslassen wollte. Andere Trainer läsen ja auch Zeitung, gelle!  Zumindest nicht rauslassen bis zum Anpfiff des WM-Qualifyers gegen die “Roten Drachen” aus Wales. Und bei all dem saß die Frisur unverrückbar. Zentimetergenau. Festgemauert in die Erden, ach ne, das war was anderes. Tschuldigung.

Dabei spielt der Fußball in Cardiff keine große Rolle. Vom Länderspielfieber war wenig zu merken.Keine Plakate, keine Werbung. Dafür prangte am wunderschön mitten zwischen Innenstadt, schmalen Gässchen und dem Flüsschen Taff  gelegenen Millenniumstadium ein ganz anderer Veranstaltungshinweis:

Scheint so, als ob Rugby die absolute Nr. 1 in Wales ist. So sieht die Schüssel übrigens von außen aus: