Bau auf, bau auf – BER for ever

Also mal ganz ehrlich, ich versteh‘ diese Aufregung um den BER nicht. Dieses ewige Lamentieren, dass der Flughafen nicht fertig wird. Diese Todesangst. Dieses Rumhacken auf Wowereitchens Klaus. Als ob er selber mit Hand anlegen würde. Billig, einfach billig. Und ohne jedes Nachdenken vorgebracht.

Nun gut, der Flughafen sollte 2012 schon fertig sein, dann 2013, nun noch ein Jahr später. Alle meckern über Pfusch. Aber diese ganze Verschieberei, dis geradezu planmäßig anmutende verschieberei. Will da enrsthaft noch jemand an Zufall denken? Echt? Das kann kein Zufall sein. Da steckt mehr dahinter. Ja, mehr! Viel mehr!

Wann ist denn zuletzt in unserer geliebten Hauptstadt ein Großwerk rechtzeitig und auch noch im Kostenrahmen fertig gestellt worden? Na? Eben. Vor vier Jahren. Das Stadion an der Alten Försterei. Und was passiert dort gerade? Wider einmal zeitig und unter Einhaltung des Budgets? Wer schuftet dort bei Wind und Wetter vor sich hin? Mit nie enden wollendem Enthusiamus? Aber genau! Die Stadionbauer.

Und nun zählen sie mal bitte eins und eins zusammen. Uns Bürgermeister braucht eine positive Außendarstelllung, er muss zeigen, dass er als Herr aller Dinge Millionenprojekte erfolgreich stemmen kann. Dafür braucht’s Hilfe, Engagement, Einsatz. Fast hätte ich gesagt Ehrenamt.

Freunde in der Not, .. heißt es im Volksmund. Spätestens seit der Erbpachtregelung für die Alte Försterei sind Union-Boss Dirk Zingler und unser Errigierender Regierender richtig dicke. Allein schon wegen der Erbpachtstundung für die ersten fünf Jahre und künftigen Beihilfen für das Nachwuchsleistungszentrum.

Na, dämmert es schon? DZ würde auch Wowi gerne sofort unter die Arme greifen. Geht aber nicht. Weil: Wir bauen! Ergo sind alle rot-weißen Händer gebunden. Bis – na? – eben, 2013.

Nun gut, aber 2014, werden Sie jetzt sagen. Stimmt. Aber da gibt es noch die Kleinigkeit des Fanhauses in Eigenregie zu erledigen. Aber danach, also 2014, sind die Stadionbauer frei!

Dann wird ruckzuck mal eben der BER fertiggstellt. Nen Klacks, also ehrlich. Und danach – man ist ja gut in Form – nehmen sich die Eisernen die Kanzler-U-Bahn vor. Die wird dann sofort verlängert. Aber nicht nur bis zum Alex. Zwei Stationen sind doch für echte Stadionbauer keine Herausforderung. Bis Rostock, bis zur Ostsee wird die U55 ausgebaut. Was dann den positiven Nebeneffekt hätte, dass Union das größte Entmüdungsbecken der Welt sein Eigen nennen könnte.

Okay, die Frage der Beheizbarkeit stellt da vielleicht noch ein kleines Problem dar. Aber da könnte man bestimmt Gegenbauers Werner für gewinnen. Wer so kreativ Mietnomaderei betreibt wie er und sein balu-weißes Spielzeug im Olympiastadion, wird doch von irgendwoher ein kleines Heizkraftwerk für das Baltische Meer auftreiben können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.