Wanmomi?

„Wanmomi?“ Irgendwie war ich irritiert. Wie bitte? Äh sorry, falsche Sprache: What? „Wanmomi?“ Äh, wie jetze? „Wanmomi?“ Die Frage, so viel ließ sich immerhin durch Satzmelodie feststellen, wurde in ebenso freundlicher Hartnäckigkeit wie steigender Tonart vorgetragen.

Der geneigte Leser weiß es ja breits, dass ich mich derzeit in Cardiff befinde. Und auch des idioms, dass man gmeinhin für die weltsprache nr,1 hält so halbwegs mächtig bin. Doch dieser Satz, vorgetragen mit stoischem Gleichmut und dem professionellen Lächeln des indisch-pakistanischen Kulturraumes, überforderte meine Sprachkenntnisse. Es ließ sich auch nich auf die zahlreichen Nebnegräusche wie Tellerklappern, Löffel-rühren oder Küchen-Gebrutzel schieben. Ich verstand ihn einfach nicht. Indisches Englisch ist halt doch eine ganz eigene Weltsprache.

Was man von mir gewollt hatte, dämmerte so langsam, nachdem besagte Person dann freundlichst ein kleines Kännchen Milch für meinen Kaffee auf dem Frühstsückstisch abstellte.

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